„Förderung der Stiftung Bayerischer Hausärzteverband hilft mir, die Fahrtkosten für mein PJ zu tragen“

PJ-Student Christian Arz nutzte die PJ-Förderung der Stiftung Bayerischer Hausärzteverband für sein Tertial in der Gemeinschaftspraxis Ärzte Plus Pegnitz. Durch die Corona-Pandemie ist seine bisherge Finanzierung des Medizinstudiums weggebrochen, so dass die Förderung jetzt besonders wichtig für ihn war.

PJ-Studentin Dayana Walter
PJ-Student Christian Arz

„Vor einem Jahr habe ich in dieser Praxis mein Blockpraktikum absolviert. Da war die Situation völlig anders als jetzt während der Corona-Pandemie. Wir müssen dauernd darauf achten, den Abstand einzuhalten und dass auch die Patienten einen Mundschutz tragen“, erzählt Christian Arz von seinen ersten Erfahrungen als PJ-Student in der Gemeinschaftspraxis Ärzte Plus Pegnitz.

Um zu verhindern, dass der Praxisbetrieb wegen einer Quarantäne komplett eingestellt werden muss, wird in Pegnitz im Zwei-Schichtbetrieb gearbeitet. Christian Arz gehört zum Team von Dr. Siegfried Fischer, das bereits eine zweiwöchige Quarantäne überstehen musste.

Dr. Fischer: „Wir haben zwei Teams mit je drei Ärzten und fest zugeordneten MFAs gebildet, die Kontakte untereinander vermeiden müssen. Während eine Gruppe in der Sprechstunde tätig ist, erledigen die Kollegen Hausbesuche und führen telefonische Beratungen über Heimarbeitsplätze durch.“

Praxisbetrieb in Pandemie-Zeiten: Schichtsystem mit eigenem Bereich für Infektpatienten

PJ-Studentin Dayana Walter
Dr. Siegfried Fischer

Um das Praxisteam und die Ärzte zu schützen, hat auch die Gemeinschaftspraxis in Pegnitz mittlerweile ihren Ablauf der neuen Lage angepasst. Dr. Fischer: „Neben dem strikt getrennten Schichtsystem haben wir einen eigenen Bereich für Infektpatienten eingeführt. Hier arbeiten wir nur in kompletter Schutzausrüstung.“

Auch für PJ-Student Christian Arz ist die Coronapandemie eine neue Erfahrung. Der 36Jährige studiert an der FAU in Erlangen-Nürnberg. Sein Medizin-Studium hat sich Arz bislang über sein Erststudium finanziert. Als diplomierter Sportwissenschaftler, zertifizierter Personal Trainer und Tennislehrer hatte er mit seinen ehemaligen Kommilitonen eine kleines Fitness-Unternehmen aufgebaut. „Wegen der Corona-Pandemie sind unsere Umsätze komplett weggebrochen. Die Förderung der Stiftung Bayerischer Hausärzteverband hilft mir, die Fahrtkosten für mein PJ zu tragen.“

Die Stiftung Bayerischer Hausärzteverband fördert Medizin-Studierende mit bis zu 2.400 Euro, wenn das Tertial im Wahlfach Allgemeinmedizin in einer ländlichen Regionen absolviert wird. Die Landarztpraxis, die für den Ausbildungsaufwand eine Unterstützung von bis zu 1.600 Euro erhält, muss als akademische Lehrpraxis im Freistaat Bayern akkreditiert sein und an der Hausarztzentrierten Versorgung (HzV) teilnehmen.

"Als Hausarzt immer den ganzen Menschen im Fokus"

Ziel ist es, Studierende für eine spätere Karriere als Fachärztin bzw Facharzt für Allgemeinmedizin in einer Landarztpraxis zu begeistern. Auch wenn sich Christian Arz noch nicht endgültig festgelegt hat, ist die Allgemeinmedizin bereits in seiner engeren Auswahl: „Als Trainer ging es mir nie darum, nur Menschen beim Abnehmen zu unterstützen, sondern auch ihre körperlichen Beschwerden zu lindern. Fast jeder leidet unter Rücken-, Knie- oder Schulterschmerzen, und das hat mich zum Medizinstudium gebracht. Nachdem man sich in der Sportwissenschaft viel mit dem Bewegungsapparat beschäftigt, liegt zwar eigentlich die Orthopädie nahe, aber ich kann mir sehr gut vorstellen, dass ich mich für die Fachrichtung Allgemeinmedizin entscheide, weil man als Hausarzt immer den ganzen Menschen im Fokus hat.“

 

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