„Die hausärztliche Versorgung auf dem Land ist der richtige Weg für mich“

Zum Glück hat sich Medizinstudentin Elisabeth Zistler für ein PJ-Tertial in der Allgemeinmedizin entschieden. Denn nach ihrem Aufenthalt bei den „Hausärzten am Stadtplatz“ in Furth am Wald ist sie sicher: Sie möchte Hausärztin auf dem Land werden.

PJ-Studentin Dayana Walter
Elisabeth Zistler

„Eigentlich stand es für mich schon lange Zeit fest, mein Wahltertial in der Allgemeinmedizin zu absolvieren, da ich mir durchaus vorstellen konnte, meinen Berufsweg in diese Richtung einzuschlagen. Je näher allerdings das PJ rückte, umso mehr spielte ich mit dem Gedanken, doch nochmal in ein anderes Fach hineinzuschnuppern“. So schreibt Medizinstudentin Elisabeth Zistler in ihrem Erfahrungsbericht. Zum Glück hat sich sie sich doch noch für ein PJ-Tertial in der Allgemeinmedizin entschieden. Denn nach ihrem Aufenthalt bei den „Hausärzten am Stadtplatz“ in Furth am Wald ist sich Elisabeth Zistler sicher: Sie möchte Hausärztin auf dem Land werden. Hier ihr Bericht:

1. Motivation für Bewerbung PJ-Tertial Allgemeinmedizin auf dem Land

Eigentlich stand es für mich schon lange Zeit fest, mein Wahltertial in der Allgemeinmedizin zu absolvieren, da ich mir durchaus vorstellen konnte, meinen Berufsweg in diese Richtung einzuschlagen. Je näher allerdings das PJ rückte, umso mehr spielte ich mit dem Gedanken, doch nochmal in ein anderes Fach hineinzuschnuppern. Aber spätestens nach meinem zweiwöchigen Blockpraktikum Allgemeinmedizin am Ende des 9. Semesters, das ich ebenfalls bei den „Hausärzten am Stadtplatz“ absolvierte, war für mich klar, dass ich dorthin auch für mein PJ-Wahltertial zurückkehren wollte. Die Tatsache, dass ich auf dem Land aufgewachsen und ein richtiges „Landei“ bin und fest vorhabe, später wieder in meine Heimat zurückzukommen, machte die Sache perfekt.

2. Tätigkeitsbeschreibung und fachliche Eindrücke

Die „Hausärzte am Stadtplatz“ sind eine große Allgemeinarztpraxis im kleinen Städtchen Furth im Wald an der tschechischen Grenze. Sie versorgen Patienten aus einem weitreichenden Einzugsgebiet und bieten das gesamte Spektrum der hausärztlichen Medizin an - inklusive kleinen chirurgischen Eingriffen. Aufgrund der Bandbreite an Patienten und Erkrankungen konnte ich während der vier Monate zahlreiche Krankheitsbilder, deren Therapie und insbesondere die zentrale Rolle des Hausarztes in der medizinischen Versorgung kennenlernen. Ich durfte selbständig bzw. unter Aufsicht von Anamnesen, Blutabnahmen, Impfungen über EKGs, Lungenfunktionstests, Sonographien, Wundversorgungen bis hin zu diversen anderen (körperlichen) Untersuchungen alles machen und konnte dadurch über den gesamten Zeitraum des Tertials viel Neues lernen, bestehendes Wissen vertiefen und teilweise sogar eine gewisse Routine in bestimmten Bereichen erlangen.
Da auch die Coronakrise vor Furth im Wald nicht haltmachte, wurden Mund-Nasen-Bedeckungen gleich zu Beginn meines Tertials zum dauerhaften Begleiter im Arbeitsalltag. Doch trotz der ungewohnten Einschränkungen war es für mich sehr interessant und lehrreich, die zentrale Rolle der Hausärzte in dieser außergewöhnlichen Situation sowie die organisatorischen Herausforderungen aus nächster Nähe mitzuerleben.

3. Betreuung vor Ort

Bei den „Hausärzte am Stadtplatz“ in Furth im Wald arbeiten neben den beiden Praxisinhabern Dr. Stefan Enderlein und Dr. Hans-Jürgen Hackl noch zwei Fachärztinnen sowie zwei Weiterbildungsassistenten. Sie standen mir, genauso wie alle medizinischen Fachangestellten, jederzeit mit Rat und Tat zur Seite, haben mir sehr viel gezeigt und zahlreiche Tipps gegeben. Ich fühlte mich während der vier Monate stets gut aufgehoben, akzeptiert und als ein Teil des großen Teams.

4. Unterkunft

Da ich aus dem Landkreis Cham stamme, musste ich mich nicht um eine Unterkunft für die vier Monate kümmern. Ich wohnte bei meinen Eltern zu Hause und bin täglich nach Furth im Wald gependelt. So konnte ich neben meiner Arbeit in der Praxis reichlich Zeit mit meiner Familie verbringen.

5. Land und Leute

Landschaftlich ist es in meinen Augen in Furth im Wald und Umgebung traumhaft und es gibt zahlreiche Freizeitmöglichkeiten. Die Menschen sind größtenteils sehr bodenständig, freundlich, hilfsbereit, gemütlich und in einigen Fällen erstaunlich indolent. Ein großer Vorteil für mich war die Tatsache, dass ich selber Dialekt spreche und somit allen Gesprächen problemlos folgen konnte. Das half mir sehr, schnell einen Draht zu den Patienten zu finden. Besonders erwähnenswert finde ich die intensive Beziehung und das Vertrauen, das die meisten Patienten auf dem Land zu ihrem Hausarzt haben. Insbesondere bei den Hausbesuchen kam das immer sehr zum Vorschein.

6. Fazit

Nach meinem PJ-Tertial bei den „Hausärzten am Stadtplatz“ bin ich mir sicher, dass die Allgemeinmedizin und insbesondere die hausärztliche Versorgung auf dem Land der richtige Weg für mich ist. Das Wahltertial in der Allgemeinmedizin zu absolvieren war definitiv die richtige Entscheidung. Mein großer Dank geht an alle Ärzte und das gesamte Team der „Hausärzte am Stadtplatz“, die mir vier unvergessliche Monate bereitet haben und bei denen ich viel für mein weiteres Berufsleben gelernt habe. Bedanken möchte ich mich auch beim Bayerischen Hausärzteverband für die PJ-Förderung.

Ich kann das PJ-Tertial Allgemeinmedizin und besonders die Praxis „Hausärzte am Stadtplatz“ Furth im Wald uneingeschränkt empfehlen.

 

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