Sie befinden Sich im Bereich HOME ÜBER UNS POLITIK HZV FORTBILDUNG NACHWUCHS STIFTUNG   |   ALLE BEREICHE ZEIGEN

bhaev logo Liebe Besucher,

aufgrund der aktuellen Lage ist die telefonische Erreichbarkeit der Geschäftsstelle stark eingeschränkt.

Bitte teilen Sie uns Ihr Anliegen per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! mit.

Sollten Sie Fragen zu den HZV-Verträgen und insbesondere zu Ihren HZV-Abrechnungen haben, wenden Sie sich bitte auch an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Presseanfragen können Sie an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! richten.

Wir bemühen uns um schnellstmögliche Bearbeitung

 
Herzlichen Dank für Ihr Verständnis und Ihre Mithilfe.

Ihr Team der Geschäftsstelle

Schritte in die Niederlassung

zwei aerzte

Das Zulassungsverfahren

Um als Vertragsarzt zugelassen zu werden, muss man sich als Erstes in ein Arztregister eintragen. Dafür muss man eine Approbation und eine abgeschlossene Weiterbildung in einem medizinischen Fachgebiet vorweisen. Arztregister werden für jeden Zulassungsbezirk von der Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) geführt.

Um die Zulassung als Vertragsarzt beantragen zu können, muss man außerdem schon wissen, wo man künftig praktizieren will und seinen Vertragsarztsitz angeben. Dabei kann man sich zwischen einer Praxisgründung und einer Praxisübernahme entscheiden.

Nicht zwingend erforderlich, aber empfehlenswert ist es auch, sich nach der Eintragung in das Arztregister bei der KVB auf eine Warteliste im Fachgebiet Allgemeinmedizin setzen zu lassen. Wartelisten werden für alle Fachgruppen geführt, für die ein Zulassungsstopp besteht. Lässt man sich als Arzt in eine Warteliste eintragen, bekundet man sein Interesse sich in einem Gebiet niederzulassen, das eigentlich für neue Praxen gesperrt ist und sammelt Wartezeiten. Die Wartezeiten werden vom Zulassungsausschuss dann bei der Vergabe eines ausgeschriebenen Arztsitzes berücksichtigt. 

Ist man in ein Arztregister aufgenommen worden und hat einen Praxisstandort gefunden, kann man schließlich einen Antrag auf Zulassung als Vertragsarzt beim örtlichen Zulassungsausschuss stellen. Für die Zulassung als Vertragsarzt ist nicht nur die berufliche Eignung entscheidend, sondern auch das Alter des Antragstellers sowie seine familiäre Situation und seine Berufserfahrung.

Die Niederlassungsformen

Wer sich als Arzt niederlassen möchte und die dafür nötige Zulassung hat, kann zwischen sechs verschiedenen Formen der Niederlassung wählen:

1. Einzelpraxis

Man kann sich zum einen mit einer eigenen Einzelpraxis selbstständig machen oder eine bestehende Einzelpraxis von einem Vorgänger übernehmen. Der Arzt in der Einzelpraxis ist aber nicht zwingend ein Einzelkämpfer: Er kann sich mit anderen Fachkollegen zu einem Praxisnetz zusammenschließen und so durch Erfahrungsaustausch und verstärkte Kommunikation die Versorgung der Patienten verbessern.

2. Praxisgemeinschaft

Oder man teilt sich im Rahmen einer Praxisgemeinschaft Praxisräume, medizinische Geräte und Fachpersonal – und damit Kosten – gemeinsam mit anderen Ärzten. Man arbeitet im Team und kann sich jederzeit mit den Kollegen fachlich austauschen. In der Praxisgemeinschaft hat jeder Arzt seinen eigenen Patientenstamm und rechnet diesen getrennt ab.

3. Gemeinschaftspraxis

In einer Gemeinschaftspraxis, die auch als Berufsausübungsgemeinschaft (BAG) bezeichnet wird, teilt man sich dagegen nicht nur die Kosten, sondern behandelt auch gemeinsam einen Patientenstamm. Trotzdem arbeitet man eigenverantwortlich und ist medizinisch unabhängig.

4. Teilzulassung

Auch die Teilzulassung ist eine Form der Niederlassung. Dabei ist man in Teilzeit selbständig mit einer eigenen Praxis. Die vorgeschriebene Präsenzzeit in der Praxis reduziert sich dabei auf zehn Stunden pro Woche anstelle der bei einer vollen Zulassung vorgeschriebenen 20 Stunden. Ist man teilzugelassen kann man wählen, ob man die freie Zeit für Familie und Hobbies nutzen möchte oder sich halbtags in einem Krankenhaus anstellen lässt. Falls euer Planungsbereich gerade gesperrt ist, dauert es, bis eine Teilzulassung in eine volle Zulassung umgewandelt werden kann.

5. Anstellung

Oder man entscheidet sich für eine Anstellung als Arzt in einer Praxis oder einem medizinischen Versorgungszentrum (MVZ).

6. Job-Sharing

Schließlich kann man als Alternative auch Jobsharing betreiben und mit einem schon niedergelassenen Kollegen der gleichen Fachrichtung kooperieren und die Arbeitszeit aufteilen. Das Jobsharing ist damit eine Sonderform der Gemeinschaftspraxis. Der Arzt erhält nur eine (begrenzte) Zulassung, weil er Praxispartner eines zugelassenen Arztes der gleichen Fachrichtung ist. Das Leistungsvolumen darf dabei aber nicht ausgeweitet werden.

 

Finanzielle Aspekte

Egal für welche Form der Niederlassung man sich letztlich entscheidet: Eine Niederlassung muss gut vorbereitet sein. Daher ist es wichtig, sich im Vorfeld umfassend über die betriebswirtschaftlichen Aspekte zu informieren. Dazu bieten die Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns Niederlassungsberatung an und helfen bei der Bedarfsplanung, der Standortanalyse, der Umsetzung, der Praxissuche, der Wahl der Niederlassungsart und der Zulassung.

Um euch den Weg in die Niederlassung zu erleichtern, hat der Bayerische Hausärzteverband die wichtigsten Schritte kurz zusammengefasst: Im „Leitfaden Hausarzt werden“ bekommt ihr so eine gute Übersicht.

leitfaden hausarzt werden

Praxisübernahme

Du möchtest dein eigener Chef in einer Hausarztpraxis in Bayern werden? Glückwunsch, eine gute Entscheidung! Um gesetzlich Krankenversicherte behandeln zu können, benötigst du

  • 1. einen Vertragsarztsitz und
  • 2. eine Zulassung für diesen Arztsitz.

Es gibt zwei Möglichkeiten, in einer eigenen Praxis tätig zu werden: Entweder durch Neugründung einer Praxis oder durch Übernahme eines Arztsitzes/einer Praxis. Letzteres hat den Vorteil, dass eine eingerichtete Praxis mit eingearbeitetem Personal und Patientenstamm weiter betrieben werden kann.

Wie du am besten vorgehst, wenn du eine Praxis übernehmen willst erfährst du in unserem Ratgeber: "Schritt für Schritt zur Praxisübernahme"

Download Ratgeber "Schritt für Schritt zur Praxisübernahme"


Ansprechpartner vor Ort

Ob Schwaben, Oberbayern oder Mittelfranken: Die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns hat in jeder Region spezialisierte Niederlassungsberater, die du bei Fragen per E-Mail oder telefonisch erreichen kannst.

Hier gibt's, stets aktuell, die ganze Übersicht aller Ansprechpartner.

Themen in HOME ÜBER UNS POLITIK HZV FORTBILDUNG NACHWUCHS STIFTUNG :

Suche: