Nach dem Ende der Ampelkoalition ist die Verabschiedung des Gesundheitsversorgungsstärkungsgesetz (GVSG), zu dem am Mittwoch (13.11.2024) eine öffentliche Anhörung im Gesundheitsausschuss des Bundestags angesetzt war, mehr als fraglich geworden.
Trotzdem hält Dr. Wolfgang Ritter, Vorsitzender des Bayerischen Hausärzteverbandes, die Weiterarbeit an der Gesetzesvorlage für richtig und wichtig, damit die nächste Bundesregierung mit einer neuen Gesetzesinitiative daran anknüpfen und diese zügig zum Abschluss bringen kann. Denn die Zeit drängt, unterstreicht er: „Auch in Bayern stehen die Hausarztpraxen unter enormen Druck. Schon viel zu lange warten wir darauf, dass die Vorschläge zur Stärkung der hausärztlichen Versorgung, die im GVSG-Entwurf angelegt sind, umgesetzt werden. Maßnahmen wie beispielsweise die Einführung einer Geringfügigkeitsgrenze bei Regressverfahren und die Bonifizierung der Hausarztzentrierten Versorgung können die Entlastung bringen, die wir jetzt brauchen “, betont er. „Nachdem die aktuelle Bundesregierung das GSVG wohl nicht mehr umsetzen können wird, muss die nächste Bundesregierung die Stärkung der hausärztlichen Versorgung ganz oben auf ihre Prioritätenliste setzen“, fordert er.