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„Quo vadis hausärztliche Versorgung?“ - Hausärztinnen und Hausärzte im Gespräch mit der Audi BKK

verfasst am 21. Februar 2025
Unter der Leitung des Hausärztekreis-Vorsitzenden Thomas Lips und seines Stellvertreters Dr. Anton Böhm diskutierten Hausärztinnen und Hausärzte mit dem Vorstand der Audi BKK drängende Themen rund um die hausärztliche Versorgung. Mit zufriedenstellendem Ergebnis, wie das positive Feedback zum Abschluss der Gesprächsrunde zeigt.

„Die Idee, gemeinsam die Versorgung der Patientinnen und Patienten gut zu gestalten, ist bei der Audi BKK schon immer auf offene Ohren gestoßen. Dafür möchte ich mich insbesondere bei Gerhard Fuchs bedanken, der seit 2010 als Vorstandsvorsitzender der Audi BKK für uns ein wichtiger und zuverlässiger Gesprächspartner ist“, sagt Dr. Wolfgang Ritter, Landesvorsitzender des Bayerischen Hausärzteverbandes, als Fazit nach der Diskussionsveranstaltung des Hausärztekreises Ingolstadt/Eichstätt am Mittwochnachmittag (19.02.2025).

Unter dem Titel „Drängende Themen rund um die hausärztliche Versorgung – Quo vadis hausärztliche Versorgung?“ hatten unter der Leitung des Hausärztekreis-Vorsitzenden Thomas Lips und seines Stellvertreters Dr. Anton Böhm Hausärztinnen und Hausärzte sowie MFAs aus der Region mit Dr. Ritter, Gerhard Fuchs und Dr. Anja Schramm, die seit Oktober 2024 dem Vorstand der Audi BKK, diskutiert.

"Regionalität nutzen und die Gesprächspartner vor Ort miteinbinden"

„Das war ein sehr guter Austausch. Wir haben aktuelle Probleme angesprochen und suchen gemeinsam nach Lösungen, wie wir die Versorgung weiter verbessern können“, meinte Gerhard Fuchs. Und Vorständin Dr. Schramm ergänzte: „Nur wenn man gemeinsam miteinander redet, kommt man auch gemeinsam voran. Es ist wichtig, die Regionalität zu nutzen und die Gesprächspartner vor Ort miteinzubinden. Wir werden in Zukunft weniger Fachkräfte sowie weniger Ärztinnen und Ärzte haben, wir brauchen deshalb die Digitalisierung und das Miteinander. Das gelingt nur, wenn man die ärztliche Praxis sowie die Bedürfnisse und Problemstellungen auch kennt. Nur dann gibt es die Möglichkeit, Lösungen einzubringen.“

Die Audi BKK, die zu einer der größten bundesweit geöffneten Betriebskrankenkassen in Deutschland zählt und versichertenbezogen zu den Top 20 Krankenkassen gehört, bietet seit 2012 ihren Versicherten die Hausarztzentrierte Versorgung an.

"Gutes Gespräch auf Augenhöhe"

„Es war ein gutes Gespräch auf Augenhöhe, so wie ich es seit Jahren von der Audi BKK kenne“, bestätigte Dr. Anton Böhm, der auch Bezirksdelegierter Oberbayern des Bayerischen Hausärzteverbandes ist. Dr. Böhm listete zum Auftakt der Veranstaltung eine Reihe von Bürokratiemonstern des Gesetzgebers auf, die die Arbeit der hausärztlichen Praxen unnötig erschweren. „Was macht die Bürokratie eigentlich, außer uns zu kontrollieren?“, so Dr. Böhm.

Hausarztvermittlungsfall-Regelung verfehlt Ziel

Ein konkretes Thema war der „Hausarztvermittlungsfall“, der im Terminservice- und Versorgungsgesetz eingeführt wurde und den Fachärzten bei „dringenden Überweisungen“ ein höheres Honorar garantiert. „Ziel war es, dass die Patientinnen und Patienten schneller einen Termin beim Facharzt bekommen. Doch die aktuelle Regelung bewirkt genau das Gegenteil, da viele Fachärzte von den Patienten selbst bei Routineuntersuchungen eine ,dringende Überweisung‘ verlangen. Dadurch müssen Patienten selbst bei häufig gebrauchten Fachärzten wie Kardiologen, Orthopäden oder Hautärzten teils Monate auf einen Termin warten“, berichtete Dr. Ritter. Der Landesvorsitzende des Bayerischen Hausärzteverbandes erwartet, dass in der neuen Legislatur diese Regelung schleunigst aus dem Gesetz verschwindet.