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Mit voller Kraft für die Hausärztinnen und Hausärzte von morgen

verfasst am 05. Dezember 2024
Pressemitteilung zum zehnjährigen Jubiläum der Stiftung Bayerischer Hausärzteverband, das im Rahmen des diesjährigen Get-Togethers in der Adventszeit, dem Nikolausempfang des Bayerischen Hausärzteverbandes am 4. Dezember 2024, gefeiert wurde.

München, 05. Dezember 2024 – „In den zurückliegenden 10 Jahren hat sich die Zahl der Facharztabschlüsse in der Allgemeinmedizin verdoppelt – dazu hat auch die Stiftung Bayerischer Hausärzteverband tatkräftig ihren Beitrag geleistet. Seit 10 Jahren weckt die Stiftung Bayerischer Hausärzteverband mit ihren Förderprojekten zu Famulaturen, Blockpraktika und PJ-Tertialen erfolgreich bei Medizinstudierenden Interesse an Allgemeinmedizin und ermutigt junge Hausärztinnen und Hausärzte mit den Workshops und Hospitationsmöglichkeiten zur Niederlassung", erklärt Dr. Oliver Abbushi, Vorstand der Stiftung Bayerischer Hausärzteverband.

Wie sich die Förderungen konkret auswirken, war Gegenstand einer Podiumsdiskussion im Rahmen des vorweihnachtlichen Get-Togethers des Bayerischen Hausärzteverbandes am gestrigen Mittwoch. Unter dem Titel „Perspektive hausärztliche Tätigkeit – ebnen Stiftungsprojekte den Weg?“ kamen unter anderem ehemalige Geförderte, Vertreter des Bayerischen Hausärzteverbandes und seiner Stiftung sowie Ministerialdirigentin Gabriele Hörl, Leiterin der Abteilung Gesundheitspolitik, ambulante Versorgung, Krankenversicherung im Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention, zu Wort. Für die Moderation konnte die Stiftung Bayerischer Hausärzteverband die erfahrene TV-Journalistin Anouschka Horn gewinnen, die als Gesicht des täglichen Nachrichtenmagazins BR-24 weit über Bayern hinaus bekannt ist. Einig waren sich alle: Die Stiftung Bayerischer Hausärzteverband leistet wertvolle Arbeit für den Erhalt der flächendeckenden ambulanten hausärztlichen Versorgung und sollte künftig noch breitere gesellschaftliche Unterstützung erfahren.

Ein weiteres Projekt der Stiftung Bayerischer Hausärzteverband ist der Promotionspreis Allgemeinmedizin, der im Rahmen des Nikolausempfangs zum dritten Mal für herausragende Arbeiten im Bereich der hausärztlichen Versorgung vergeben wurde.

Über den Promotionspreis Allgemeinmedizin in Gold freute sich

  • Dr. Louisa Hecht für Ihre Arbeit „Welche Erfahrungen machen PJ-Lehrärzt/-innen mit Didaktikschulungen?“ (FAU Erlangen-Nürnberg).

Den Promotionspreis Allgemeinmedizin in Silber hat die Jury zweimal vergeben:

  • Dr. Nadine Schubert nahm die Auszeichnung für ihre Arbeit „Die Diagnose der akuten Bronchitis in der Hausarztpraxis - Ein unscharfes Konzept mit Folgen?“ entgegen.
  • Dr. Nicola Küpper wurde für Ihre Arbeit „Rationale Antibiotikatherapie in der kinder- und jugendärztlichen Praxis – eine Querschnittsstudie zu Kenntnissen und Einflussfaktoren unter niedergelassenen Kinder- und Jugendmedizinern in Bayern und Baden-Württemberg“ (Universität Würzburg) ausgezeichnet.

„Mit dem Promotionspreis Allgemeinmedizin tragen wir der positiven Entwicklung der Allgemeinmedizin als dem Kernfach in der primärärztlichen Versorgung Rechnung. Mit dem Preis erkennt die Stiftung Bayerischer Hausärzteverband an, dass es gelungen ist, in einem von spezialisierteren Fächern geprägten universitären Umfeld die hausärztliche Versorgung in Forschung und Lehre sichtbar zu machen“, erklärt Dr. Wolfgang Ritter, Landesvorsitzender Bayerischer Hausärzteverband.

Die Stiftung Bayerischer Hausärzteverband wurde 2013 vom Bayerischen Hausärzteverband ins Leben gerufen und nahm 2014 ihre Arbeit auf. Seither unterstützt sie (angehende) Medizinerinnen und Mediziner auf ihrem Weg in den Beruf. Allein in diesem Jahr hat die Stiftung Bayerischer Hausärzteverband 20 PJ-Tertiale und 57 Blockpraktika in ländlichen Hausarztpraxen gefördert. Hinzu kommen 35 geförderte Famulaturen über das gemeinsame Förderprojekt mit der Techniker Krankenkassen Landesvertretung Bayern. Außerdem hat die Stiftung Bayerischer Hausärzteverband 2024 insgesamt drei Workshop-Wochenenden „Bavarian Circle“ ermöglicht, in denen niederlassungswillige Hausärztinnen und Hausärzte mit jeweils vier Modulen aus der Reihe „Werkzeugkasten Niederlassung“ auf die eigene Praxis vorbereitet werden – Vernetzung und Austausch inklusive.

Weitere Informationen unter www.hausaerzte-bayern.de/stiftung

Für Rückfragen: Ruth Sharp, +49 89 127 39 27 61; Torsten Fricke, Mobil +49 171 41 58 329