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Bavarian Circle im Schloss Mariakirchen: Motivierendes Workshop-Wochenende für die Niederlassung

verfasst am 14. März 2025
Wer sich als Hausärztin oder Hausarzt selbständig macht, hat viele Fragen. Antworten darauf gab es beim ersten Bavarian Circle in Niederbayern, mit dem die Reihe von Intensivworkshops der Stiftung Bayerischer Hausärzteverband in diesem Jahr fortgesetzt wurde.

Wer sich als Hausärztin oder Hausarzt selbständig macht, hat viele Fragen. Antworten darauf gab es beim ersten Bavarian Circle in Niederbayern, mit dem die Reihe von Intensivworkshops der Stiftung Bayerischer Hausärzteverband in diesem Jahr fortgesetzt wurde. In dem ausgebuchten Kurs erhielten die Teilnehmenden das Knowhow für eine geglückte Niederlassung aus 1. Hand sowie ausgiebig Gelegenheiten zum Erfahrungsaustausch mit anderen, die ähnliche Fragen oder gute Lösungen dafür haben und dieses Wissen gerne teilen.

Vier Module aus dem „Werkzeugkasten Niederlassung“ an einem Wochenende

Die 24 Teilnehmenden – niederlassungswillige oder frisch niedergelassene Hausärztinnen und Hausärzte – durften sich auch beim ersten Bavarian Circle 2025 in Niederbayern vom 7. bis 9. März in Schloss Mariakirchen in Arnstorf über ein gelungenes Gesamtpakt freuen: vier Module aus dem „Werkzeugkasten Niederlassung“ mit praxisnahen Tipps, jede Menge Gelegenheit zum anregenden Austausch mit anderen Teilnehmenden und Referierenden – und das alles kompakt an einem Wochenende im schönen Schloss Mariakirchen/Arnstorf.

Entsprechend klangen die Kommentare aus den Reihen der 24 Teilnehmenden: „Tolles Programm, Superatmosphäre und schön festzustellen, dass man mit seinen Fragen nicht allein ist“ war auch diesmal wieder vielen Seiten zu hören. “Danke für diese abrundende Möglichkeit, spannende Niederlassungsseminare mitzubekommen”, lobte zu guter Letzt ein Hausarzt aus dem hohen Norden, der bereits an den ersten beiden Teilen dieses Intensivworkshops im vergangenen Jahr teilgenommen hatte.

Referierende greifen auf eigene Erfahrungen zurück

Mit „How to HZV“, „Wer führt wen? Mein Team und ich“, „Freude mit Formularen und Umgang mit Bürokratie“ und „IT in der Hausarztpraxis – Segen oder Fluch(en)?“ standen auch diesmal vier Module aus dem „Werkzeugkasten Niederlassung“ auf dem Programm, anschaulich und praxisnah präsentiert von den Referierenden Dr. Julia Born, Dr. Linda Mandel, Dr. Sandra Wildner und Dr. Sonja Hömig. Da sich alle noch gut an die Situation kurz vor oder beim Start in die Selbstständigkeit erinnern können, weil sie bei ihnen selbst noch keine fünf Jahre her ist, fanden sie schnell den Draht zu ihrem Publikum.

Das Programm startete am Freitag mit dem Seminar „How to HZV“, dem neuesten Modul aus der 17-teiligen Reihe "Werkzeugkasten Niederlassung". Nachvollziehbar und verständlich erläuterten Dr. Julia Born und Dr. Linda Mandel die Grundlagen der HZV und verdeutlichten diese anhand von konkreten Abrechnungsbeispielen.

Wichtiges Element des Bavarian Circle: Austausch und Vernetzung

Den Abschluss des ersten Tages bildete das gemeinsame Abendessen und anschließende Get-together im gemütlichen Schlossbräu. Viele nutzten die Gelegenheit beim zwanglosen Austausch mit den anderen Teilnehmenden und Referierenden die eigene berufliche Situation darzulegen und Fragen zu klären.

Am zweiten Tag holten Dr. Julia Born und Dr. Linda Mandel die Führungsinstrumente aus dem Werkzeugkasten Niederlassung. Unter dem Titel „Wer führt wen? Mein Team und ich“ zeigten sie Tipps und Tricks, mit denen Teamleitung gut funktioniert.

Nach der Mittagspause mit kollegialem Austausch ging es gleich weiter mit dem Modul 8, in dem Dr. Linda Mandel und Dr. Sonja Hömig einem der absoluten Gruselthemen aller Selbständigen den Schrecken nahmen – der Titel war Programm: „Freude mit Formularen und Umgang mit Bürokratie“.

Einblicke in die Verbandsarbeit

Auf großes Interesse stieß auch der Vortrag von Dr. Beate Reinhardt, stellvertretende Landesvorsitzende und Beauftragte für Junge Medizin des Bayerischen Hausärzteverbands, und Dr. Margit Kollmer, Bezirksvorsitzende des Bayerischen Hausärzteverbandes Niederbayern, der Einblick in die Verbandsarbeit bot. Bei dieser Gelegenheit stellte Dr. Reinhardt den „Bavarian Circle BACKSTAGE“ vor. Teilnehmende am Bavarian Circle haben im Rahmen dieses Programms Gelegenheit, bei erfahrenen Kolleginnen und Kollegen zu hospitieren und ihnen über die Schulter zu schauen. So können sie direkt miterleben, wie das, was man theoretisch über eine Niederlassung weiß, in der Praxis umgesetzt wird.

Für Auflockerung zwischen den Werkzeugkasten-Modulen sorgte am Samstag ein gemeinsamer Spaziergang bei strahlendem Sonnenschein und blauem Himmel in der schönen Umgebung von Schloss Mariakirchen.

Am Abschluss des Tages stand erneut ein gemeinsames Abendessen, bevor die Runde bei guten Gesprächen und Getränken den zweiten Tag des Workshops im Schlossbräu ausklingen ließ.

Welche Praxissoftware? Wo die Hardware kaufen? Firewall? Virenscanner? Welcher Drucker? Scanner? Back-up System? Videosprechstunde? Hausbesuchsmodul? Konnektor? KIM? eHBA?, Kartenleser? Internetseite? – Fragen über Fragen, die bekanntlich selbst Fortgeschrittenen den Schweiß auf die Stirn treiben können. Antworten darauf boten Dr. Sonja Hömig und Dr. Sandra Wildner im Seminar „IT in der Hausarztpraxis – Segen oder Fluch(en)“, das als viertes Modul im Programm des letzten Workshop-Tages stand. 

Gemeinschaftsgefühl als Bonus

Wie wichtig eine Veranstaltung wie diese mit Tipps und Informationen zur Niederlassung und Möglichkeiten zur Vernetzung ist, zeigte das Feedback der Kursteilnehmenden in der Abschlussrunde. Besonders gut kamen Aufbau, Themenauswahl und -aufbereitung mit vielen praktischen Tipps an. Ein wichtiger Punkt für viele war auch der Austausch mit anderen Teilnehmenden und den Referierenden, den viele nach eigenen Angaben als sehr motivierend erlebten - auch durch das gute Gefühl, dass sie nicht allein sind, dass es anderen ähnlich ergeht und dass sie – bei diesem mutigen Schritt in die Selbständigkeit - von einem starken Verband unterstützt werden.